Viele von uns haben sich sicherlich schonmal vorgenommen, zumindest mal ein pflanzliches Gericht auszuprobieren und zu kochen – immerhin ist dieses vegan jetzt überall in den Medien und im Internet und überhaupt!

Aber beim ersten Blick in ein veganes Kochbuch kann einem schonmal die Kinnlade herunterklappen beim Anblick der Zutatenliste. Was bitte ist gepoppter Amaranth? Und weißes Mandelmus? Wo bekommt man das her?

Ganz so schwierig und unüberwindbar muss die Challenge des Veganwerdens (oder -ausprobierens) aber gar nicht sein. In der Regel reichen schon wenige Schritte, um mit Freude an die Sache herangehen und diese umsetzen zu können. 🌱

Vegan? Was ist das überhaupt?

Einfach gesagt: Vegane Ernährung bedeutet, alles zu essen, was nicht von einem Tier stammt. Sprich, kein Fleisch, kein Fisch, kein Käse, keine Milch, kein Honig, keine Gelatine, usw. Manche Produkte sind sehr offensichtlich, andere eher schwieriger zu durchschauen, wie zum Beispiel einige E-Stoffe. Aber alles in allem ist das Ganze kein Hexenwerk.

Frage immer nach dem Warum!

Die wichtigste Frage, die Du Dir stellen solltest, ist “Warum?”. Warum möchtest Du etwas verändern und Dich vegan oder zumindest pflanzlicher ernähren? Ist es wegen der Tiere? Wegen des Klimawandels? Oder weil Du auf Deine Gesundheit Acht geben möchtest?

Was auch immer Dein persönlicher Grund sein mag – halte ihn Dir fest vor Augen! Denn alles ist leichter und spaßiger, wenn man das Warum dazu kennt. Und wenn Du mal am Ganzen zweifelst, brauchst Du Dir nu wieder den Grund ins Gedächtnis rufen!

Informieren, recherchieren, evaluieren!

Natürlich ist es super essentiell, dass Du Dir vor dem Einstieg in eine vegane Ernährung auch Gedanken darüber machst und Dich ausreichend informierst. Zum Beispiel in Form von Artikeln, Blogposts, Dokus, YouTube Videos oder Büchern. Es gibt viele vegane Expert*innen da draußen, von denen Du die Grundlagen und Basics lernen und Dich perfekt auf eine vegane Ernährung vorbereiten kannst!

Wichtig ist es, vor allem über die verschiedenen Nährstoffe Bescheid zu wissen. In welchen Pflanzen befindet sich besonders viel Eisen? Welche sind eine gute Proteinquelle? Das sind Fragen, die Du Dir stellen kannst, um Dich gut vorzubereiten. Natürlich ist dies aber für alle Menschen wichtig – nicht nur für potentielle Veganer*innen!

Kühlschrank ausmisten

Als nächstes geht es daran, den Kühlschrank mal genau unter die Lupe zu nehmen. Was befindet sich darin, was sowieso vegan ist? Welche tierischen Produkte sind noch zu finden? Natürlich bedeutet das nicht, dass Du alles wegschmeißen solltest, was nicht vegan ist! Verbrauche die Lebensmittel einfach noch oder, falls Du Dich damit unwohl fühlst, kannst Du sie natürlich auch an Nachbar*innen oder Bekannte verschenken.

Einkaufen? Nur mit Plan!

Entweder kaufst Du direkt alles vegan, zum Beispiel mit dem Bestellen einer unserer HerbiBoxen. Oder Du trittst den Weg in den Supermarkt an – aber hier bitte mit einem Plan! Wenn Du Dir vorher überlegst, was Du kochen möchtest und welche Produkte es sein sollen, wird Dir das Ganze wesentlich einfacher fallen und Du musst nicht stundenlang herumirren auf der Suche nach dem veganen Regal!

Im Internet, auf Instagram und YouTube finden sich ganz tolle Rezept-Ideen, teils auch mit integrierter Einkaufsliste, sodass das Ganze wirklich ein Kinderspiel ist. Bereite Dir am besten einen Wochenplan vor und kaufe dann exakt die Produkte, die Du dafür benötigst.

Zu Guter Letzt: Keep Calm and have Fun!

Das Ganze soll ja auch Spaß machen, daher: Stress Dich nicht! Es gibt weder eine Vegan-Polizei, noch erwarten Menschen von Dir, dass Du direkt 100% perfekt bist und alles richtig machst! Selbst ich, die seit fast 7 Jahren vegan lebt, habe in der Vergangenheit trotzdem mal aus Versehen zum vegetarischen Produkt gegriffen oder etwas im Restaurant gegessen, wo ein Tierprodukt enthalten war. Sowas passiert und ist wirklich nicht weiter wild.

Die Welt braucht eher 10.000 unperfekte Veganer*innen als eine*n perfekte*n. 😉