Unsere Ernährung hat einen starken Einfluss auf unseren ökologischen Fußabdruck. Tatsächlich sind über ein Viertel der Treibhausgasemissionen auf die menschliche Ernährung zurückzuführen und die Landwirtschaft belegt 50 % der bewohnbaren und somit eis- und wüstenfreien Fläche der Erde.

Wenn wir also unseren persönlichen Impact auf diese Erde so gering wie möglich halten wollen, sollten wir uns auf eine umweltfreundliche Ernährung fokussieren. Wie das geht erfährst du in diesem Beitrag.

Was bedeutet umweltfreundliche Ernährung?

Eine umweltfreundliche Ernährung kann viele Facetten haben. Zum einen kommt es natürlich darauf an, was du isst. Verschiedene Lebensmittel benötigen verschieden viel Fläche, verschieden viel Wasser und setzen auch unterschiedlich viel CO2 frei.

Dann spielt natürlich auch der Plastikverbrauch bei deinem Einkauf eine Rolle und ob du die Produkte in Bio Qualität kaufst oder nicht. Beides hat eine Auswirkung auf den ökologischen Fußabdruck, den du durch deine Ernährung erzeugst.

Und zu guter Letzt ist auch der Endverbrauch wichtig. Etwa 52% aller Lebensmittelabfälle entstehen nämlich in Privathaushalten1. Bist du eine Person, die immer genau das kauft, was sie braucht? Oder lässt du Lebensmittel öfters mal schlecht werden?

Mülltonne mit Bio-Abfall darin.
So viele Lebensmittel landen jährlich in der Tonne, viele davon sind eigentlich noch genießbar.

Was gehört alles zu einer umweltfreundlichen Ernährung?

Kaufe pflanzlich!

Wie bereits erwähnt, haben unterschiedliche Lebensmittel einen unterschiedlichen ökologischen Fußabdruck. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass pflanzliche Lebensmittel generell einen geringeren Wasser- und Landverbrauch haben als tierische und auch weniger Treibhausgase verursachen.

Tatsächlich fällt der Klimafußabdruck der Ernährung in Europa zu 83 % auf Fleisch, Milch und Eier.2 Die folgende Grafik stellt einige Lebensmittel gegeneinander auf, wobei vor allem bei Rindfleisch enorm viel Fläche, Wasser und CO2-Emissionen anfallen.

Statistik über die Umweltauswirkungen verschiedener Lebensmittel. Zitrusfrüchte haben hier die wenigsten Auswirungen und sind somit umweltfreundlicher als zB Rindfleisch mit den meisten Auswirkungen.
Quelle: https://www.vegan.at/umwelt-speiseplan

Aber auch das Fleisch von Kühen, Schweinen und Hühnern wirkt sich negativer auf die Umwelt aus als die pflanzlichen Produkte. Dabei spielt es auch keine ausschlaggebende Rolle, ob es sich um regionales oder nicht-regionales Fleisch handelt.

Du solltest also so viele pflanzliche Produkte wie möglich anstatt tierischer in deinen Speiseplan einbauen, um deine essensbedingten Klimaauswirkungen zu reduzieren.

Tierische Produkte sind zudem nicht unbedingt ressourcenschonend. Sie belegen 83 % der Landwirtschaftsflächen und verursachen etwa 60 % der Emissionen – obwohl sie nur 18 % der konsumierten Kalorien bzw. 37 % der Proteine bereitstellen.2 Das liegt vor allem daran, dass ein Tier ja erst einmal selbst gefüttert werden muss, bevor es uns mit Nährstoffen versorgen kann. Pflanzlich zu essen ist also auch kalorienbedingt sinnvoller.

Welche Rolle spielt Bio?

Vielleicht standest du auch schonmal vor dem Supermarkt-Regal und hast dich gefragt, ob du lieber das plastikverpackte Bio-Produkt oder das konventionelle unverpackte kaufen sollst. Der direkte Vergleich ist tatsächlich schwierig. Auch lässt sich generell nicht pauschal beantworten, ob Bio nachhaltiger ist, da die einzelnen Fälle individuell betrachtet werden müssen.

Für Bio spricht, dass keine chemisch-synthetischen Pestizide eingesetzt werden, dass die landwirtschaftlichen Nutzflächen und Böden nachhaltiger genutzt werden und dass die Landwirte tendenziell nachhaltiger wirtschaften.3

Dennoch wird auch in der ökologischen Landwirtschaft zum Teil in Monokulturen angebaut, oder Nützlinge aus anderen Ländern importiert. Es ist also eine Abwägungssache und kommt auch auf die Art des Bio-Siegels an.

Den Plastikmüll reduzieren, aber wie?

Neben dem WAS spielt natürlich auch das WIE eine Rolle. Plastikverbrauch hat sich zu einem der größten Probleme unserer Zeit entwickelt. In Deutschland produzieren wir pro Jahr rund 38 kg Plastikverpackungsabfälle. Vieles davon ist auf Platiktüten zurückzuführen (jährlich 24 Plastiktüten pro Kopf), aber auch Einweg-Becher (etwa 320.000 pro Stunde) und Einwegstrohhalme (36,4 Milliarden im Jahr) spielen eine Rolle.4

Grundsätzlich ist es natürlich am besten, gänzlich auf Einwegplastik zu verzichten und zum Beispiel den Einwegbecher gegen einen Mehrwegbecher und die Plastiktüte gegen einen Jutebeutel auszutauschen. Ebenso kann im Unverpacktladen und auf dem Markt eingekauft werden, um die Lebensmittel in Plastik zu reduzieren. Eine tolle Buch-Inspiration ist außerdem “Zero Waste”, in dem Shia Su zeigt, wie sie ihren Jahresverbrauch an Plastik auf ein Minimum reduzieren konnte.

Lebensmittel verpackt in umweltfreundliche Mehrwegbeutel, Bild aus Vogelperpektive.
So kann ein Einkauf ohne Plastik aussehen

Kaufe nur so viel wie du verbrauchst

Jedes Jahr werden etwa 1,3 Mrd Tonnen Lebensmittel weggeworfen, während gleichzeitig etwa 700 Millionen Menschen nicht genügend zu essen haben. Zusätzlich ist diese Verschwendung für etwa 3,3 Gigatonnen CO2 Emissionen verantwortlich.5 Um dieses Problem zu lösen, können wir zunächst bei der eigenen Lebensmittelverschwendung anfangen und diese reduzieren.

Wichtig ist zuallererst, nicht mehr zu kaufen als benötigt wird, zum Beispiel mit einem Essensplan und passender Einkaufsliste. Den Einkauf zu planen sorgt nicht nur dafür, dass am Ende weniger weggeworfen wird, sondern ist auch günstiger, als wenn wahllos alles in den Einkaufswagen kommt.

Was du außerdem beachten solltest: Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet “mindestens haltbar bis” und nicht “tödlich ab”. 😉 Viele abgelaufene Lebensmittel sind trotzdem noch genießbar. Hier hilft riechen und probieren.

Und wenn du mal zu viel kaufst, dann friere doch einfach die Reste ein. So verschwendest du nichts und hast außerdem etwas auf Lager, wenn mal nicht so viel Zeit für’s Kochen ist.

Warum sollten wir alle auf eine umweltfreudliche Ernährung achten?

Natürlich können wir als Einzelpersonen auch mit einer nachhaltigen Ernährung nicht die Welt retten. Aber bei uns selbst anzufangen ist der einfachste und direkteste Weg, etwas zu bewirken. Und je mehr Menschen inspiriert werden, etwas zu verändern und auf die Umwelt und das Klima zu achten, desto mehr Einfluss haben wir am Ende auf die Politik und Großkonzerne.

Zudem sind wir alle nur zu Gast auf diesem Planeten und haben somit auch eine gewisse Verantwortung, diesen gut zu behandeln und den eigenen Fußabdruck gering zu halten.

Fazit: So gelingt dir eine umweltfreundliche Ernährung

Am besten ist es, Schritt für Schritt anzufangen. Dir fällt es leicht, deinen Plastikverbrauch zu reduzieren? Super – starte damit! Du mochtest tierische Produkte eh noch nie so richtig? Dann sollte eine vegane Ernährung ja kein Problem für dich darstellen!

Wie bei allem ist es wichtig, erst einmal loszulegen! Habe auch den Mut, unperfekt zu sein. Niemand kann alle, in diesem Beitrag aufgeführten, Punkte direkt perfekt umsetzen.

Für eine kompakte Lösung habe ich die Kochbox HerbiBox entwickelt. Hier sind nur vegane Bio-Produkte enthalten, das Ganze ist plastikarm und gegen Lebensmittelverschwendung wird durch die portionierten Zutaten ebenfalls vorgesorgt. Auch die Lieferung erfolgt klimaneutral per Lastenfahrrad! 🌱

_______________________________________________________________________________

Quellen:

1 https://www.careelite.de/lebensmittelverschwendung-statistiken-zahlen-fakten/#haushalt

2 https://www.vegan.at/umwelt-speiseplan

3 https://utopia.de/ratgeber/bio-oder-unverpackt-nachhaltig/

4 https://www.careelite.de/plastik-muell-fakten/#verbrauch-statistik

5 https://www.careelite.de/lebensmittelverschwendung-reduzieren-fakten-folgen-tipps/#zahlen

LUST AUF 10% RABATT?

Abonniere jetzt unseren Newsletter und erhalte 10% Rabatt auf Deine HerbiBox. Freu Dich außerdem auf News, Tipps und leckere Rezepte!

Vielen Dank für Dein Abo! Überprüfe nun Dein Postfach.